Der Säckler

Die Berufsbezeichnung „Säckler“ kommt von
„Sack“. Der Begriff kann erstmals im 8. Jahrhundert nachgewiesen werden. Säckler fertigten damals lederne Säcke.
Im Laufe der Zeit erfuhr der Säckler einen erheblichen Bedeutungswandel.
Ab der frühen Neuzeit stand die Fertigung von lederner Beinbekleidung, aber auch Oberbekleidung, Taschen oder Handschuhen im Vordergrund.
Heute wird der Begriff Säckler fast ausschließlich für die Herstellung von Lederhosen benutzt.
Säckler ist in Bayern und Österreich ein Ausbildungsberuf. Dass dieser
Ausbildungsberuf in Bayern nicht ausgestorben ist, ist auch der Familie Pöllinger zu verdanken.
Wiederbelebt wurde er, als Pöllingers Frau Irmgard 1976 darauf bestand, diese Ausbildungsrichtung einzuschlagen und sie ihr Schwiegervater ausbildete. Seitdem kann man wieder Säckler lernen.
Franz PöllingerFranz Pöllinger hat das Säcklerhandwerk im Blut. Doch als er den Betrieb 1977 übernahm, schien dieses Handwerk zum Aussterben verurteilt. Lederhosen kauften fast nur noch Trachtenvereine und Liebhaber von bayerischer Tracht. Geschickt erweiterte er das Sortiment um Trachtenmoden und erschloss neue Märkte, etwa in den USA.
Heute sind Dirndl und Lederhosen wieder "in" und gerade auf den Volksfesten ein "Muss".
Der Trend ging in den 90ern vom Straubinger Gäubodenfest aus und just in Straubing hatte Pöllinger 1991 einen Trachtenladen eröffnet!
Selbst trägt der Säckler fast immer bayerische Lederhosen. Sogar beim Motorradfahren, seiner großen Leidenschaft.
In der "Kurzen" ist er schon bis Südfrankreich gefahren. Die Säcklertradition in der Familie wird auch nicht abbrechen, schließlich hat er fünf Kinder.


Pöllinger Leder & Tracht, * Kirchengasse 8 * D-93155 Hemau * Telefon. +49 9491 - 427